Corona . Wie die Krise unsere Arbeitswelt verändert

Die momentane Krise verändert unsere Welt. Je ruhiger es draußen wird, desto lauter, sicherlich herausfordernder und doch auch bunter wird es in vielen Häusern und Wohnungen.

Unsere beiden bisherigen Lebenswelten, die der Arbeit und die der Familie, berühren sich. Sie rücken näher zusammen. Die Grenzen verwischen. 

Waren wir früher darauf bedacht, es im Homeoffice für virtuelle Module wie im Büro aussehen zu lassen, die Kinder wegzuorganisieren und den Arbeitsplatz büronah zu gestalten, erleben wir hier momentan eine große Veränderung. 

Auf einmal sind wir nicht mehr alleine im Home-Office. 

Unsere Kinder sind da, unsere Mitbewohner und Partner. Homeoffice ist keine störfreie Zone mehr. Homeoffices und Homeschooling gestalten sich parallel. Kinder reden, auch während wir telefonieren. Haustiere springen in Videokonferenzen vor die Kamera. Oma Else schaut uns aus einem Foto an der Wand im Livestream zu. Es hakt und scheppert. Es läuft nicht immer rund. Und das bisher undenkbare daran: es ist okay! 

Denn all diese Faktoren machen unsere Arbeit lebendiger. Auf beiden Seiten der virtuellen Kette.

Kollegen werden zu Menschen. Menschen mit einem zu Hause, das einen Teil ihrer Selbst widerspiegelt. Menschen mit Familie. Menschen mit Hunden, Katzen, Vögeln oder Kaninchen. Menschen mit Hobbys. Menschen mit einem Leben, von dem die Arbeit ein kollektiver Teil ist. 

Auch, wenn es für uns momentan eine schwierige, besorgniserregende und mit vielen Verlusten behaftete Zeit ist, so ist dieser Teil einer, der Hoffnung macht. 

Der uns menschlicher sein lässt. Der uns als Menschen wieder in den Mittelpunkt rücken lässt. Mit all unserem Sein.

Bewahren wir uns diesen Gedanken und diese Haltung . Für den Moment und in Zukunft.

© by Elementardialog . Sebastian Arps