Work Life . Balance

Eine der größten Herausforderungen unserer heutigen Zeit ist es, alle unsere Anforderungen in Freizeit, Familie und Beruf zu managen. Und das möglichst achtsam, erfolgreich und authentisch.

In einer ausgeglichenen Work-Life-Balance. Doch so klischeehaft sich dieser Begriff auch manchmal anhört, so wichtig ist das Thema: Denn nur, wenn wir alle Bereiche unseres Lebens in Balance halten, haben wir die Haltung, Kraft und Energie, diese zu bewältigen. Und mit Freude individuell erfolgreich im Job und Privatleben zu sein. Ob als Work-Life-Balance oder Life-Work-Balance.

Dafür bedarf es eines funktionierenden Selbstmanagements.

Selbstmanagement bezeichnet die Kompetenz, unsere eigene persönliche und berufliche Entwicklung weitgehend unabhängig von äußeren Einflüssen zu gestalten. Und uns und unser Handeln so zu leiten, dass wir den eigenen Alltag bewusst leben und steuern. Fähigkeiten, Fertigkeiten und Techniken, welche die Zielfindung, Planung, unser effektive Handeln sowie unser Zeitmanagement betreffen, kommen in diesem Begriff zusammen und ergänzen sich. Wollen wir unseren Alltag strukturieren und Ziele erfolgreich umsetzen, brauchen wir ein gutes Selbstmanagement. 

Die elementaren Fertigkeiten für ein ganzheitliches Selbstmanagement sind:

  • reflektive Selbstbeobachtung
  • Selbstinstruktionen
  • Zielklärung und –setzung
  • Selbstverstärkung
  • Selbstkontrolle
  • Selbstmotivation
  • Flexibilität
  • hohe Frustrationstoleranz

Selbstmanagement gleich Zeitmanagement?

Keinesfalls. Selbstmanagement unterscheidet sich deutlich vom klassischen Zeitmanagement – denn wir fragen nicht nur:

„Welche Aufgaben muss ich bei meiner Arbeit erledigen?“ , sondern auch:

„Was ist mir privat wichtig, und welche Aufgaben muss bzw. will ich in meiner Freizeit erledigen?“.

Selbstmanagement geht also über das Zeitmanagement hinaus, basiert von seiner grundsätzlichen Methodik der Prioritätensetzung, sowie Unterscheidung von Dringlichem und Wichtigem, im Wesentlichen auf dem Zeitmanagementsystem. 

Die Voraussetzungen für ein ganzheitliches Selbstmanagement sind das Erkennen eigener Stärken und Schwächen. Und die Bereitschaft mit und an der individuellen Situation und Persönlichkeit zu arbeiten. 

Die emotionale Reaktion und der rationale Denkvorgang

In unserem Gehirn laufen während Entscheidungsprozessen parallel zwei Prozesse ab: die emotionale Reaktion und der rationale Denkvorgang. In diesen beiden Prozessen wägen wir ab, welches Risiko überwiegt und welche Entscheidung den größeren Erfolg verspricht. Die emotionalen und rationalen Denkvorgänge auf einen Entscheidungsreiz folgen jedoch zeitversetzt. Die emotionale Reaktion erfolgt fast doppelt so schnell wie die rationale Wirkung. 220 bis 260 Millisekunden nach dem auslösenden Impuls fühlen wir: „Das will ich“ oder „Das will ich nicht“. Erst ab 480 bis 640 Millisekunden setzt der Verstand ein und kalkuliert, verifiziert, rationalisiert. 

Nach der oft eindeutigen emotionalen Entscheidung übernimmt der Verstand dann die Aufgabe des Suggerierens. Und wir versuchen unsere Entscheidung zu begründen. Dieser Vorgang basiert häufig auf dem psychologisch tief verwurzelten Bedürfnis nach Selbstbestätigung. Dabei geht es nicht um die objektiv idealste Entscheidung, sondern darum, sich selber Recht zu geben. Unser Verstand suggeriert bewußte Wirkungen wenn wir Prioritäten setzen oder planen. Nicht selten spielen dabei Vorlieben eine Rolle, die der Verstand als optimale Entscheidungsgrundlage rechtfertigt. 

Wir neigen also unbewusst zum Selbstbetrug.

Selbstmanagement ist daher zu einem großen Teil Selbststeuerung und Selbstführung. Die persönliche Fähigkeit, die eigenen Vorlieben, Stimmungen und Gefühle bewusst zu analysieren und weiter entwickeln zu können, ist eine Grundvoraussetzung für das gelungene Selbstmanagement. Ein funktionierendes Selbstmanagement bedeutet, dass wir aktiv auf unsere Emotionen und Verhaltensweisen Einfluss nehmen. 

Menschen, die zum Selbstmanagement fähig sind, besitzen Ruhe und Selbsterkenntnis um auf Situationen selbst managend einwirken zu können.

Und wir funktioniert das in der Praxis?

Um diesen Prozess nachhaltig und ganzheitlich gut zu durchlaufen…

… beginnen Sie mit der Zielsetzung

  • Machen Sie Ihr Ziel klar
  • Machen Sie sich nicht zum Sklaven Ihrer Ziele
  • Besetzen Sie Ihre Ziele mit Leidenschaft

… legen Sie sich Strategien für die Planung und Organisation zurecht

  • Machen Sie sich Notizen
  • Wählen Sie Ihre Tools
  • Trennen Sie Aufgaben und Termine
  • Kombinieren Sie elektronisch und analog
  • Arbeiten Sie in Zeitfenstern
  • Nutzen Sie die Not-To-Do-Liste
  • Prüfen Sie, bevor Sie aktiv werden
  • Arbeiten Sie intuitiv
  • Täuschen Sie sich nicht selbst
  • Planen Sie Pausen

… sorgen Sie für anhaltende Motivation

  • Brechen Sie Ihre Routine auf
  • Machen Sie sich Ihre Ziele bewusst
  • Suchen Sie Perspektiven
  • Entdecken Sie gemeinsame Ziele mit Ihren Mitmenschen
  • Rufen Sie sich Erfolge in Erinnerung

So transformieren Sie Ihr persönlichen Selbstmanagement. Gestalten Sie ihren Alltag effektiv, organisiert und durchdacht. Indem Sie individuelle Tools einsetzen, um sich selbst und Ihren Alltag nachhaltig und ganzheitlich zu leiten.

Ob in Unternehmen oder im Privaten

Eine gesunde Work-Life-Balance sorgt dafür, dass wir uns jeder als Einzelpersönlichkeit optimistisch in unserer Haltung sind, uns unseren Hobbies und unserer Arbeit mit Ruhe und Zeit widmen können und resilient und stark fühlen. So entsteht aus dem Fühlen vieler Einzelpersonen ein angenehmes Betriebsklima, da jeder Mitarbeiter für sich und alle als Team ausgeglichen arbeiten können. Diese Ausgeglichenheit stärkt ein wertschätzendes, produktives und gemeinsam erlebtes Arbeitsumfeld. In dem respektvoll, achtsam und authentisch miteinander und mit Veränderungen umgegangen wird. So bleiben viele Mitarbeiter langfristig im Betrieb und stärken das Employer Branding.

Über ein effektives Selbstmanagement haben wir mehr Zeit für das Wesentliche. Und leben Life und Work in Balance.

© by Elementardialog . Sebastian Arps